Holz bleibt einer der verlässlichsten Rohstoffe im Bau- und Handwerksbereich. Fichte und Lärche gehören zu den zentralen Baumarten im mitteleuropäischen Wald. Beide wachsen schnell genug, um eine stabile Versorgung sicherzustellen, und lassen sich technisch sauber verarbeiten. Entscheidend ist, wie der Wald bewirtschaftet wird und welche Rolle das Material im gesamten Kreislauf spielt.
Aufwuchs und Bewirtschaftung
Fichte und Lärche stammen überwiegend aus bewirtschafteten Waldbeständen. Die Flächen werden langfristig geplant: Pflanzung, Pflege und spätere Entnahme folgen festen Abläufen. Ziel ist ein gleichmäßiger Zuwachs, der eine dauerhafte Nutzung ermöglicht.
Die Bäume erreichen je nach Standort zwischen 60 und 100 Jahren ein wirtschaftliches Alter. Erst dann werden sie geerntet. Der nachwachsende Bestand sichert die Versorgung der kommenden Jahrzehnte.
Ernte und Nutzung
Die Holzernte erfolgt abschnittsweise. Die entnommenen Bäume werden vollständig verwertet. Die stärksten Stammabschnitte gehen in die Bauholzproduktion, schwächere Teile in Plattenwerkstoffe oder energetische Nutzung. Dieser Ablauf schafft eine hohe Materialausbeute ohne Abfallströme.
Die jährliche Holzzuwachsrate übersteigt in Deutschland seit Jahren die Nutzung. Damit bleibt die Gesamtfläche stabil, auch wenn einzelne Bestände durch Trockenheit oder Stürme ausfallen.
Monokulturen und Risiken
Viele Fichtenbestände wurden in der Vergangenheit als reine Monokulturen angelegt. Diese Strukturen reagieren empfindlich auf Trockenheit, Sturmereignisse und Schädlingsdruck. Der Umbau der Wälder hin zu Mischbeständen läuft seit Jahren. Ziel ist ein stabileres, klimaresilientes System, in dem Baumarten wie Lärche, Douglasie oder Buche neben der Fichte stehen.
Der Übergang dauert mehrere Jahrzehnte, da Wälder nur langsam auf neue Bewirtschaftungsformen reagieren.
Schädlinge und Klimafaktoren
Der Borkenkäfer bleibt ein Beispiel für die Anfälligkeit geschwächter Nadelholzbestände. Trockenperioden reduzieren die Abwehrkraft der Fichten, die Käferpopulation steigt stark an und zerstört ganze Flächen.
Lärche reagiert weniger empfindlich auf Trockenstress, braucht aber Standorte mit ausreichender Wasserversorgung. Eine Mischung verschiedener Baumarten verteilt das Risiko und stabilisiert die Bestände langfristig.
Holz als CO₂-Speicher
Während des Wachstums bindet der Baum CO₂ aus der Atmosphäre. Dieses bleibt im Holz gespeichert, solange das Material genutzt wird. Besonders langlebige Produkte, etwa Bauteile im Außenbereich, speichern das CO₂ über Jahrzehnte.
Die Gesamtbilanz verbessert sich zusätzlich durch die kurzen Transportwege, wenn das Holz aus regionaler Bewirtschaftung stammt.
Wie sich die Oberfläche im Laufe der Nutzung verändert, zeigt der Beitrag „Holzalterung und Oberflächenveränderung“. https://zweiradgarage.de/holzalterung-und-oberflaechenveraenderung/.
Hintergrunddaten zur CO₂-Speicherung von Holz stellt das Thünen-Institut bereit: https://www.thuenen.de/de/wald/oekosystemleistungen/co2-speicherung-im-holz
Herkunft und Anbieter
Bei der Materialauswahl spielt die Herkunft eine zentrale Rolle. Lieferanten, die aus zertifizierten Forsten beziehen (z. B. PEFC, FSC), können nachvollziehen, wie Bewirtschaftung, Ernte und Wiederaufforstung organisiert sind.
Regionale Sägewerke gewährleisten kurze Wege und eine klare Zuordnung der Ware. Damit bleibt die Qualitätskontrolle einfach und die Ökobilanz überschaubar.
Materialeinsatz bei unseren Produkten
Für unsere Bauteile nutzen wir Fichte natur, Fichte kesseldruckimprägniert und Lärche natur.
Fichte ist leicht, formstabil und gut bearbeitbar. Lärche besitzt eine höhere Rohdichte und eine natürliche Widerstandskraft gegen Feuchtigkeit. Beide Holzarten sind technisch zuverlässig und lassen sich im Außenbereich gezielt einsetzen.
Weitere technische Eigenschaften von Fichte, Lärche und HPL werden im Beitrag „Holzarten im Vergleich“ erläutert. https://zweiradgarage.de/holzarten-vergleich-fichte-laerche-hpl/




