Die Qualität und Lebensdauer einer Fahrradgarage -Gartenhäuschens werden nicht allein durch Material und Verarbeitung bestimmt. Entscheidend ist der Standort. Ein ungeeigneter Untergrund oder ein schlecht belüfteter Stellplatz führt langfristig zu Setzungen, Funktionsproblemen und Feuchteschäden. Dieser Beitrag fasst zusammen, worauf es bei der Standortwahl und der Vorbereitung des Untergrunds ankommt.
Grundlegende Anforderungen
Unsere Fahrradgarage- Gartenhäuschen stehen in der Praxis auf Flächen von etwa 4 bis 8 Quadratmetern. Auch bei dieser geringen Größe ist ein fachgerechter Unterbau zwingend erforderlich. Die Garage wiegt je nach Ausführung maximal rund 270 kg. Dieses Gewicht ist statisch unkritisch, setzt aber einen tragfähigen und dauerhaft stabilen Untergrund voraus.
Grundsätzlich gilt:
- Der Untergrund darf nicht nachgeben
- Die Auflagefläche muss eben sein
- Regenwasser muss sicher ablaufen können
- Staunässe unter der Garage ist zu vermeiden
Ein leichtes Gefälle von etwa 1–2 % vom Gebäude weg ist insbesondere bei hausnaher Aufstellung erforderlich.
Geeignete Auflageflächen
Als fertige Oberfläche kommen infrage:
- Gehwegplatten, z. B. 50 × 50 cm
- Rasensteine
- Kopfsteinpflaster
- Bestehende Beton- oder Pflasterflächen, etwa Hof- oder Parkplatzflächen
Wichtig ist, dass diese Flächen auf einem tragfähigen Unterbau liegen. Sand oder Splitt allein sind keine tragenden Schichten, sondern dienen nur dem Ausgleich.
Sockelboden oder Befestigungssatz – was das für den Untergrund bedeutet
Der Beitrag bezieht sich bisher auf die Ausführung mit Sockelboden, bei der die Fahrradgaragen-Zweiradgarage flächig aufgestellt wird. Hier trägt der Untergrund die Last, ohne dass in den Boden eingegriffen wird.
Es gibt zusätzlich eine Ausführung ohne Sockelboden, die mit einem Befestigungssatz montiert wird. In diesem Fall wird die Garage direkt mit dem Untergrund verschraubt.
Ausführung mit Sockelboden
- Die Garage steht vollflächig auf Gehwegplatten, Pflaster oder Beton
- Keine Bohrungen notwendig
- Der Untergrund muss eben und tragfähig sein, darf aber nicht beschädigt werden
- Besonders geeignet für Gartenflächen, Plattenbeläge und flexible Standorte
Ausführung mit Befestigungssatz (ohne Sockelboden)
- Die Garage wird im Untergrund verankert
- Es sind Bohrungen erforderlich
- Der Untergrund darf beim Bohren nicht nachgeben
Geeignet sind hier:
- Betonflächen
- Betonplatten
- Fest verlegte Pflasterflächen mit stabilem Unterbau
- Gehwegplatten 50 x 50cm
- Betonsteine 20 x 20 cm 8 cm stark
Wichtig ist, dass der Dübel im tragenden Material sitzt und nicht nur im Belag. Nur so ist eine sichere Befestigung möglich.
Einordnung:
Die Befestigung mit Satz ist technisch sauber, setzt aber einen entsprechend festen Untergrund voraus. Ist dieser nicht vorhanden, ist die Ausführung mit Sockelboden die sinnvollere Lösung.
Weitere Details zur Montage und zu den Voraussetzungen sind zusätzlich in den FAQ beschrieben:
https://zweiradgarage.de/faq
Untergrundvorbereitung bei Rasen oder Beet – praxisgerecht
Bei gewachsenem Boden ohne starke Durchfeuchtung genügt ein reduzierter Aufbau.
Vorgehensweise:
- Grasnarbe abtragen, etwa 8–10 cm
- Fläche grob planieren
- Mineralgemisch oder Schotter einbringen, etwa 8–10 cm
- Mit Handstampfer oder Kantholz 10 × 10 cm verdichten
- Gehwegplatten direkt auf den verdichteten Untergrund legen und ausrichten
Eine separate Splittschicht ist bei sauberer Planierung nicht zwingend erforderlich.
Wichtig:
- Der Boden unter dem Schotter muss gewachsen und fest sein
- Die Fläche darf nach dem Verdichten nicht nachgeben
- Ein leichtes Gefälle vom Gebäude weg einhalten
Einordnung
Dieser Aufbau ist für kleine, leichte Konstruktionen ausreichend und bewährt. Er spart Zeit und Material, ohne die Funktion zu beeinträchtigen. Voraussetzung ist ein normal tragfähiger Gartenboden. Bei sehr weichem, nassem oder aufgeschüttetem Boden ist ein stärkerer Aufbau weiterhin sinnvoll.
Pflaster- oder Betonflächen
Bestehende Pflaster- oder Betonflächen sind in vielen Fällen geeignet.
Voraussetzungen:
- Ebene, unbeschädigte Oberfläche
- Keine abgesackten Zonen
- Gefälle führt vom Gebäude weg
Ist dies gegeben, kann die Garage direkt aufgestellt werden.
Streifenfundamente – einfache Ausführung
Streifenfundamente sind eine Alternative, wenn kein durchgehender Plattenbelag gewünscht ist oder der Boden sehr weich ist.
Einfaches Vorgehen:
- Zwei oder drei schmale Fundamentstreifen dort anlegen, wo die Garage aufliegt
- Aushub etwa spatenbreit, ca. 20–30 cm tief
- Untergrund festtreten oder stampfen
- Beton einfüllen und grob abziehen
- Garage nach dem Abbinden aufstellen
Wichtig:
- Die Streifen müssen eben und auf gleicher Höhe liegen
- Zwischen den Streifen bleibt der Boden offen, Wasser kann ablaufen
Eine frostfreie Tiefe, Schalung oder exakte Fundamentplanung ist bei dieser Anwendung in der Regel nicht erforderlich.
Einordnung
Für das geringe Gewicht und die kleine Fläche einer Zweiradgarage ist diese vereinfachte Lösung ausreichend. Sie ist robuster als eine reine Aufstellung auf gewachsenem Boden, aber deutlich weniger aufwendig als ein klassisches Fundament.
Standort und Belüftung
Neben dem Untergrund spielt auch die Umgebung eine Rolle. Idealerweise steht die Zweiradgarage so, dass Luft an mehreren Seiten zirkulieren kann. Dadurch kann Feuchtigkeit, die durch Regen oder nasse Fahrräder entsteht, schneller abtrocknen.
Bei sehr engen Stellplätzen, etwa zwischen Hauswand, Zaun oder Mauern, ist der Luftaustausch eingeschränkt. In solchen Situationen bleibt Feuchtigkeit länger im Innenraum, was die Trocknung verzögert. Das ist kein Ausschlusskriterium, sollte aber bei der Standortwahl berücksichtigt werden.
Je offener der Aufstellort, desto unproblematischer ist das Feuchteverhalten. Bei beengten Stellplätzen empfiehlt es sich, besonders auf regelmäßige Lüftung zu achten.
Fazit
Die Fahrradgarage-Zweiradgarage ist eine dauerhafte Konstruktion. Auch bei geringer Fläche und überschaubarem Gewicht entscheidet der Untergrund über Funktion und Lebensdauer. Ein sauber vorbereiteter Unterbau, ein leichtes Gefälle und ein gut belüfteter Standort sind keine Zusatzoptionen, sondern Voraussetzungen.




